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Kamingespräch mit Univ-Prof. Dr. R. Popp PDF Drucken E-Mail

„Die Zukunft kommt nicht über uns, sondern wir gestalten sie“, das war eingangs die Botschaft von Reinhold Popp an die SchülerInnen der Abschlussklassen der HAK und HAS Hallein und deren LehrerInnen anläßlich des Kamingesprächs in der Schule.

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Dabei wurden Trends aufgezeigt, auf die sich die jungen Leute vorbereiten, auf die sie Schulen einstimmen sollen, aber auch der mögliche Gestaltungsraum, den wir haben. Allem voran in der Wirtschaft. Die wirtschaftlichen Strukturen wurden von Menschen so geformt, wie sie jetzt sind, sie können auch von Menschen wieder verändert werden. Dazu braucht es Wissen, aber auch einen politischen Willen. Damit stellt sich die Frage nach der Gesundheit eines Wirtschaftssystems, in dem Schulden zu einer ernsthaften Bedrohung unseres gesamten Wirtschafts- und Gesellschaftssystems werden, während 1 % der Menschheit in einem unfassbaren Reichtum leben.
Wichtige Punkte über die Wirtschaft hinaus waren

  • Die demografische Struktur in Österreich und was das für junge Leute heute in Blickrichtung auf zukünftige Arbeit und Sozialstruktur bedeutet, va dann, wenn die Grenzen dicht gemacht würden
  • Der Zukunftsfaktor Work-Life-Balance, wenn heute schon nur mehr 10% der gesamten Lebenszeit im Beruf verbracht wird, was das für die Lebensqualität im Spannungsfeld zwischen Beruf, Freizeit und Familie bedeutet
  • Der Arbeitsplatz von morgen, in dem klassische Büroarbeit immer mehr mit häuslichem Teleworking ergänzt wird
  • Das Wohnen in technisch aufgerüsteten Wohninseln, in denen wir (inklusive Schlafzeit) drei Viertel unserer Lebenszeit verbringen, in denen verschiedene Medien unsere Freizeitabläufe mehr oder minder massiv beeinflussen und von denen aus immer mehr geschäftliche Erledigungen getätigt werden können
  • Formen der  Freizeitgestaltung, wo aktive Formen im Vergleich zum Konsum immer mehr abnehmen

Trotz auch einiger nicht so erfreulicher Tendenzen blicken ca 60% der jungen Menschen in Österreich zuversichtlich in die Zukunft. Die heute 16-29jährigen sind die am besten gebildete Generation aller Zeiten (va was die Anpassung an die schnelllebige Entwicklungen der Medienwelt, der Fremdsprachenkompetenz etc anbelangt), sie  wissen um den Wert von (Aus)Bildung als Schlüssel für Erfolg und Lebensqualität.
Zum Schluss wurden natürlich auch noch die Perspektiven lebenslanger Bildung erörtert, in der die Bedeutung von außerschulischen Bildungsprozessen besonders angesprochen wurde.
Unsere SchülerInnen und LehrerInnen folgten den Ausführungen von Herrn Popp mit großem Interesse, was im Anschluss daran auch zu einer lebendigen Diskussion führte.
Alles in allem ein interessanter Abend mit vielen Denkanstößen!

Dir. Mag. Helmut Berger
 
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