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Eine Schul-Infothek ist dann gut, wenn sie von SchülerInnen, aber auch von LehrerInnen besucht wird. Alles Wissen, das darin gehortet wird, ist sinn- und zwecklos, wenn niemand in Büchern liest, sich eine DVD oder eine CD ausleiht oder im Internet Wissenswertes recherchiert.
Die erste Barriere ist oft, dass es für junge Menschen, die nie oder selten in Bibliotheken/Infotheken waren, schwierig ist, sich zu orientieren. Das, was man sucht, sollte man auch tatsächlich finden. Und Lesen ist ohnehin ziemlich uncool! Soll man also die Infothek sperren? Umsteigen auf eine Videothek? Auf eine Spielhölle für Computerspiele für Freaks? Das Infotheksteam, bestehend aus Fr. MMag. B. Karl, Fr. Mag. A. Kriechhammer, Fr. MMag. E. Austerhuber und Hr. Mag. A. Lettner, wählte einen anderen Weg, einen, wie ich meine, richtigen Weg. Auf spielerische Art sollten unsere SchülerInnen die Scheu „vor so viel Wissen“ dadurch ablegen, dass sie sich mittels kleiner Aufgaben auf die Suche machen, die Infothek kennenzulernen. Es bildeten sich Teams, die die gestellten Aufgaben zu erledigen versuchten – so schnell und so gründlich, wie nur irgend möglich. Dadurch fällt einmal die erste Barriere – wer sucht, der findet auch. Die SchülerInnen machten sich also auf den Weg durch die neugestaltete Infothek und fanden sich überraschend schnell zurecht – sicher auch das Ergebnis von Teamwork. Jede/r konnte etwas zur Lösung der Aufgaben beisteuern. Damit war also einmal die erste Hürde überwunden. Miteinander zu arbeiten bietet Vorteile.  Jetzt geht es darum, diesen Schwung aus der Rallye in den schulischen Alltag zu übertragen, wenn möglich auch noch eine neue Dimension zu geben. ZB, dass Lesen nicht uncool, sondern ziemlich cool ist. Auch hier wurde ein Anfang gemacht mit einer Lesung eines Autoren: Christian Linker las am 4. Dezember 2009 in der Stadtbücherei aus seinem Jugendbuch „Blitzlichtgewitter“, im Deutschunterricht wird dieser Roman gelesen und weiter besprochen. Viele Jugendliche werden sich in diesem Roman wiederfinden. Linker schreibt in der Sprache der jungen Leute, er artikuliert das, was sie doch immer wieder berührt und beschäftigt. Der Sprung von einem Buch zu einem nächsten Buch ist vielleicht damit getan. Das kann unter Umständen dauern. Aber irgendwann beginnt man etwas zu lesen und kann nicht mehr aufhören.  Dabei verbessert man ua die Lesekompetenz, das Lesen fällt leichter, es geht schneller, man muss sich nicht mehr so plagen. Und als günstiger Nebeneffekt – auch das Lernen geht schneller, ich habe mehr Zeit, um entweder mehr zu lernen oder auch um mehr Freizeit zu genießen. Für diejenigen, für die das Lesen im Buch noch immer wahnsinnig uncool ist – es gibt auch Literatur mittels PC, sogenannte e-books! |